Montag, 10. November 2014

Der Hofnarr der Konservativen

Von den Debatten im Bundestag ist man ja so einiges gewohnt. Zum Teil auch kuriose oder fragwürdige Auslegungen unserer viel gepriesenen Meinungsfreiheit. Was sich aber während der Feierstunde anläßlich des 25.Jahrestages des Mauerfalls dort ereignete, übertraf denn doch alles. Wer hoffte, dass dieser historisch bedeutsame Tag dort GEMEINSAM, in Eintracht und der Würde dieser Hauses entsprechend begangen wird, der wurde bitter enttäuscht. Offenbar gezielt und mit Bedacht wurde Herr Biermann als Provokateur eingeladen, um ganz in alter Manier Hass- und Hetztiraden gegen eine von über 3,5 Millionen Bürgern in den Bundestag gewählte Partei abzuladen. Die Mahnung an diesen, sich selbst mit diesem beschämenden Auftritt zum Hofnarren der Konservativen degradiert habenden, älteren Herren durch Herrn Lammert wirkten denn auch eher unehrlich und nicht ernst gemeint. Dumm nur, dass Biermann in seinen Auslassungen neben der Linkenschelte auch gleich noch die Legitimität der in den Bundestag gewählten Volksvertreter infrage stellte. Und noch dümmer - die wenigsten der dort anwesenden Damen und Herren begriffen diese Aussage! Diese Feierstunde hätte anläßlich dieses Jubiläums ein Zeichen setzen können - ein Zeichen für die noch lange nicht vollzogene Einheit des deutschen Volkes! Sie wurde vertan - vertan aus parteipolitischem Kalkül, geschürt aus idelogischer Verblendung! Sie wurde vertan und der Bundestag ein weiteres Mal der Lächerlichkeit preisgegeben. Der "Ironiker" Lammert hat mit seinem Einfall der Demokratie einen Bärendienst erwiesen. Statt des selbsternannten "Drachentöters" Biermann hätte er besser einen Künstler einladen sollen. Einen, der dem Anlaß und unserem Parlament in angemessener Weise gerecht geworden wäre.

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