Mittwoch, 27. Juni 2012

„Wir waren nicht überzeugt“ - Brandenburg spielt nicht mehr mit

"Warum Brandenburg nicht an der Schroeder-Studie teilnahm

POTSDAM - Das Brandenburger Bildungsministerium hat eine Teilnahme an der Studie des Forschungsverbundes SED-Staat abgelehnt. Zwei Gründe waren dafür ausschlaggebend: methodische Zweifel an der Vorgängeruntersuchung und finanzielle Forderungen.
An der 2007 publizierten Vorläuferstudie „Soziales Paradies oder Stasi-Staat“ hatte Brandenburg teilgenommen und äußerst schlecht abgeschnitten. Sowohl das Faktenwissen zur DDR-Geschichte als auch die Bewertung des realsozialistischen Systems waren laut Schroeders Forschungen sehr schwach und sorgten für einigen Wirbel. „Wir haben uns mit den Ergebnissen auseinandergesetzt und wollten besser werden“, sagt Stephan Breiding, Sprecher des Bildungsministeriums.
Zugleich aber habe die Studie „von den methodischen Ansätzen nicht überzeugt“, es gab von externen Gutachtern deutliche Kritik an der Herangehensweise. Daher sei das Land an der Folgestudie nicht interessiert gewesen.
Zudem wäre ein Beitrag an den Kosten der Studie von 150 000 Euro fällig geworden. „Für uns bestand kein Handlungsbedarf“, sagt Breiding. „Es ist ausreichend, wenn fünf Bundesländer teilnehmen.“ Die Ergebnisse aber findet er auch für Brandenburg interessant. „Wir werden uns die Studie jetzt anschauen. Damit muss man sich auseinandersetzen.“ (jps)"
Quelle MAZ vom 28.6.12

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