Mittwoch, 27. Juni 2012

Kunst in der DDR


Kunst aus oder in der DDR hatte für mich persönlich eine ganz besondere Bedeutung. Bin ich doch in mehr oder weniger engem Kontakt zu einem auch in der DDR tätig gewesenen Künstler aufgewachsen – Konrad Schumacher, mein Großvater väterlicherseits.
Geboren am 20.März 1911 in Mohrow bei Kolberg (Hinterpommern), später in Berlin und ab Kriegsende in Pritzwalk lebend, ist er mir genauso wie vielen älteren Pritzwalkern als unermüdlich schaffender Maler und Zeichner in guter Erinnerung. Gelernt hatte er das Graveurhandwerk. Zu seinem Repertoire gehörten neben der Ölmalerei vor allem Aquarelle, Holzschnitte, Radierungen sowie Kupferstiche.

Selbstporträt Bleistiftzeichnung
Es gab wenige Momente, in denen er nicht sein Handwerk als Künstler ausübte. Und das nicht nur in Deutschland. Mit seinem Trabant 500 Kombi bereiste er nebst meiner Oma oft Tschechien und Ungarn, malte am Balaton und in der Hohen Tatra. Anfang Oktober 2007 fand die letzte Ausstellung eines Teiles seiner Werke,  organisiert von seiner in Potsdam lebenden Tochter Ingrid Endler, im Pritzwalker Heimatmuseum statt.
Leider verstarb Konrad Schumacher im Alter von 62 Jahren am 19.Februar 1973 in Rostock an Kehlkopfkrebs. Seine Bilder aber, die gibt’s immer noch und sie zieren nicht nur die Wände der Wohnung meiner Familie.

Ölbild Birkenweg in der Nähe von Pritzwalk

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen